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Habichtswald-Klinik Unser Informationsservice zum Thema: Ayurveda – ein historischer Überblick Teil 1
(Von der Frühzeit bis zu den
klassischen Werken der „großen Dreiheit“)
Diese Beobachtung des Kollegen weist auf etwas hin, was für
den Āyurveda und die indische
Im Āyurveda bedeutet dies, dass auch moderne āyurvedische
Ärzte sich immer wieder auf die alten Lehrer des Āyurveda beziehen. Die alten
āyurvedischen Werke sind also nicht nur von historischem Interesse, sondern sie
inspirieren und beeinflussen auch die gegenwärtige Ausübung von Āyurveda.
Der Āyurveda („Wissenschaft vom Leben“, siehe Artikel „Was
heißt Āyurveda?“) wird seit Die indische Kultur ist nicht nur sehr alt, sondern weist auch eine außerordentliche Kontinuität auf. Für den Āyurveda heißt das, dass sich von der Zeit um Christi Geburt bis heute eine kontinuierliche, literarisch dokumentierte, āyurvedische Wissenschaft nachweisen lässt. Kontinuität ist aber nicht gleichbedeutend mit Erstarrung. Wie das Leben, selbst so wandelt sich auch der Āyurveda stetig und dies schlägt sich in der āyurvedischen Fachliteratur nieder. Allgemeine Probleme der Geschichtsschreibung in Indien Betrachtet man die āyurvedische Wissenschaft aus historischer Sicht, so stößt man sehr schnell auf praktische Probleme: Die indische Kultur, die viele Errungenschaften vorzuweisen hat, kennt im allgemeinen keine Geschichtsschreibung. Außerdem herrschte in der indischen Tradition die Auffassung, dass echtes Wissen zeitlos gültig und zeitlos vorhanden sei. Die Frage, wer zu welcher Zeit etwas neues erdacht oder entdeckt habe war also völlig uninteressant, denn nach dieser Auffassung konnte ja eigentlich nur etwas schon Vorhandenes gleichsam wiederentdeckt werden. Diese beiden Probleme machen die Datierung āyurvedischer Literatur außerordentlich schwierig. Die Sprache, in der ein Werk verfasst ist, hilft bei der Datierung auch nicht weiter, denn āyurvedische Fachliteratur wird seit zweitausend Jahren fast ausschließlich in Sanskrit, der altindischen Hochsprache, verfasst. Zitate aus vorangegangenen Werken geben einen Anhalt für die Abfolge von Werken aber sonst gibt es fast keine inneren Kriterien um āyurvedische Fachliteratur zu datieren. Man ist hier also auf äußere Kriterien angewiesen. So finden sich zum Beispiel Verweise auf āyurvedische Literatur nicht nur in Inschriften sondern etwa in Berichten buddhistischer Pilger aus China oder später auch arabischer Reisender. Ein anderes Hilfsmittel sind die Übersetzungen āyurvedischer Werke. Āyurvedische Literatur ist nämlich über viele Jahrhunderte in nichtindische Sprachen übersetzt worden. So entstehen im Gefolge des Buddhismus etwa Übersetzungen āyurvedischer Werke in mitteliranische Sprachen oder ins Tibetische. Islamische Gelehrte des Mittelalters übersetzten āyurvedische Literatur auch ins Arabische. Diese Übersetzungen sind meist - wenigstens in groben Zügen - datierbar und geben wertvolle Anhaltspunkte für eine historische Einordnung.
Historische Einteilung der
āyurvedischen Literatur Achtung: da
die allgemein anerkannte wissenschaftliche Umschrift der ayurvedischen
Fachsprache aus der Sanskritsprache aus technischen Gründen hier nicht möglich
ist - finden Sie den kompletten Beitrag mit der korrekten Umschrift als
pdf-Datei (Acrobat-Reader, 296 KB) klicken Sie hier - Ananda S. Chopra (Dr. Kalyani Chopra, Leitende Ärztin der Ayurveda-Klinik Kassel)
Ihre Habichtswaldklinik
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